Stätten des Gedenkens

Der Ort der Information soll nicht in Konkurrenz zu anderen Gedenkstätten stehen, er will auf sie verweisen. Diese Portalfunktion des Orts der Information ist über interaktive Terminals realisiert, die einen Zugang zur vielfältigen Erinnerungslandschaft der Bundesrepublik und Europas bieten.
Im Ausgangsfoyer des Ortes der Information erhalten Besucherinnen und Besucher an sieben Touchscreen-Terminals einen virtuellen Einblick in Gedenkstätten, Forschungseinrichtungen und themenverwandte Museen in Deutschland und in Europa. In enger Zusammenarbeit mit den Historikern der Stiftung wurde dafür ein Datenbank gestütztes Portal entwickelt, bei dem sich die Besucher über mehr als 700 Gedenkstätten in Europa informieren können.
Die Gedenkstätten können dabei über drei verschiedene Zugänge aufgerufen werden. Eine auf dem Startbildschirm angezeigte Europakarte gibt den Einstieg in eine Auswahl über interaktive Karten: Wählt der Besucher ein Land aus, erscheint dieses als Detailkarte. Alle Orte, in denen sich eine oder mehrere Gedenkstätten befinden, werden angezeigt. Eine Farbcodierung unter dem Ortsnamen zeigt zusätzlich, um welche Einrichtung - Gedenkstätte, Denkmal, Museum, Forschungseinrichtung - es sich dabei handelt. Sowohl die Orte als auch die Farbcodierungen werden dynamisch aus einer Datenbank ausgelesen. Die Positionierung der Orte auf der georeferenzierten Karte erfolgt automatisch über die in die Datenbank eingegebenen Koordinaten und eine entsprechende Positionierungssoftware. Durch Klick auf den gewünschten Ort gelangt man auf die Informationsseiten. Hier wird jede Gedenkstätte in Text und Bildern vorgestellt.
Zusätzlich zu diesem interaktiven Kartenzugang kann der Besucher auch in einem alphabetischen Ortsindex gezielt nach bestimmten Gedenkstätten suchen oder aber auf eines der wechselnden Bilder von zufällig ausgewählten Gedenkstätten im linken Screenbereich klicken und sich so einen ersten Einblick in die Vielfalt der Gedenkstättenlandschaft verschaffen.
Eine Herausforderung für Konzeption und Programmierung war die kontinuierliche Erweiterung des Portals bei laufendem Betrieb. Damit die Historiker weitere Orte und Stätten hinzufügen und bestehende Einträge ändern können, wurde ein maßgeschneidertes, auch über das Internet verfügbares Redaktionssystem entwickelt.Neben der Bearbeitung der Datenbank erlaubt eine spezielle "Staging-Area" sowohl die Voransicht des Datensatzes in der Anwendungsumgebung als auch die Feinkorrektur an der Positionierung der Orte auf den Karten. Auf diese Weise können Überschneidungen benachbarter Orte vermieden werden. 
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