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FilmE-LearningRedaktionReferenzenAwards        06.02.2012
   
   


 
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Mediensoftware für den Ort der Information

Am 10. Mai 2005 wurde in Berlin das Holocaust-Denkmal eingeweiht - nach langen Jahren der Diskussion, der Planung und des Baus. Im Herzen Berlins, nahe dem Brandenburger Tor und dem Reichstag, erinnern die 2.751 Stelen aus Beton an die Ermordung von sechs Millionen europäischen Juden. Entworfen vom amerikanischen Star-Architekten Peter Eisenman ist das Denkmal, zusammen mit seinem unterirdischen "Ort der Information" eine zentrale Stätte der Erinnerung und ein Ort der Mahnung zugleich.

 

"Ausmaß und Maßstab des Holocaust machen jeden Versuch, ihn mit traditionellen Mitteln zu repräsentieren, unweigerlich zu einem aussichtslosen Unterfangen. [...] Unser Denkmal versucht, eine neue Idee der Erinnerung zu entwickeln, die sich deutlich von Nostalgie unterscheidet", so der Architekt Peter Eisenman im Jahr 1998 zu seinem Entwurf des Denkmals.

 

Da genau diese Abstraktion des Stelenfelds bereits in der Planungsphase für massive Kritik sorgte, wurde eine Ergänzung des Denkmals durch den "Ort der Information" beschlossen. Er ergänzt die eher unkonkrete Aussage der Stelen und weist sehr eindeutig und konkret auf die Opfer des Holocaust, aber auch auf weitere Stätten des Gedenkens hin. Erst durch diese Kombination, so das einhellige Echo der Öffentlichkeit nach der Eröffnung, macht das Gedenken vollständig. Mit dem Stelen-Feld und dem unterirdischen "Ort der Information" werde heutigen und künftigen Generationen ermöglicht, "mit dem Kopf und dem Herzen sich dem unbegreiflich Geschehenen zu stellen", so der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse bei der Eröffnungsfeier am 10.Mai 2005.

 

Die Informationen zu den Opfern und zum Prozess des Mordes an den Juden im Ort der Informationen werden zum größten Teil durch multimediale Installationen vermittelt. Gerade angesichts der sensiblen Thematik mussten diese sehr zurückhaltend, einfühlsam und trotzdem Interesse weckend gestaltet sein. Die Technik sollte Inhalte vermitteln, ohne dabei selbst im Vordergrund zu stehen.

 

Alle sechs Medien-Anwendungen im Ort der Information wurden von der MMCD konzipiert, graphisch gestaltet und programmiert.


 

Projektinfos


 
 








Teilprojekte


Raum der Familien ...mehr

Die Namen der Opfer ...mehr

Raum der Orte ...mehr

Stätten des Gedenkens ...mehr

Das Denkmal in der Diskussion ...mehr

Raum der Namen ...mehr

Workflow-Management ...mehr

Kartografie ...mehr


Herausstellungsmerkmale


Gestaltungskonzept, Styleguide
Aufarbeitung und Schnitt historischen Bild- und Filmmaterials
Datenbankbasierte Programmierung
Georeferenzierte Karten mit dynamischer Ortspositionierung
Redaktionssystem mit Workflow-Management
Aktualisierung bei laufendem Betrieb

 

Kunde/Partner


Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin

 

Externe Links


www.stiftung-denkmal.de

www.yadvashem.org

 

 

 

 


 

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